Die Mausis // © Benjamin Schieck

Mit „A Mausi Christmas“ liefern die Mausis eine Antwort darauf, ob es auch gute Weihnachtssongs gibt. Denn hier kommt ein ganz deutliches Ja mit drei Ausrufezeichen.

Ein Blick auf den (Advents-)Kalender verrät: Weihnachten ist nicht mehr weit und bald brennt auch die vierte Kerze. Final heißt es dann, sich im Kreise der Familie einer enormen Völlerei hinzugeben. Wem schon seit November die Ohren von Weihnachtssongs bluten, die scheinbar ununterbrochen aus Radio, Weihnachtsmarktboxen oder der heimischen Anlage schallen, wird kurz vor der eigentlichen Bescherung nochmal richtig beschenkt. Die Mausis kommen gerade noch pünktlich mit dem Weihnachtssong „A Mausi Christmas“ hereingeschneit, der eben nicht nervig ist und erhoffte Abwechslung bringt. Die Mausis lautet der knuddelig-süße Name des Duos bestehend aus Max Gruber aka Drangsal und Stella Sommer. Drangsal wischt sich frisch von der Bühne gehüpft noch den letzten Schweiß von der Stirn, denn der erste Teil seiner „Zores-Tour“ endete erst kürzlich. Sein gleichnamiges Album erschien im April. Stella Sommer ist eigentlich Sängerin der Band Die Heiterkeit, im August veröffentlichte sie jedoch ein Solo-Album namens „13 Kinds Of Happiness“.

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Die gemeinsame EP von Max Gruber und Stella Sommer kam 2017 raus und die grauen Tiere wuselten bereits dort thematisch durch die Tracks, die bezeichnenderweise „Was kann ein Mausi dafür“ oder „Mausis mögen keine Katzen“ heißen. Also gar nicht verwunderlich, dass Mausis auch Protagonisten der weihnachtlichen Veröffentlichung sind. So bringen die Mausis Geschenke mit, das Mittel gegen Schmerz ist ein Lebkuchenherz und selbst das Jesuskind wird kurzerhand durch ein Mausi ersetzt und somit aus der Krippe entfernt. Ansonsten schnüren Die Mausis mit „A Mausi Christmas“ genau das weihnachtliche Songpaket, das wenig Wünsche offen lässt mit hellen Gesang und Glockenspiel. Drangsal lässt den Zores, was soviel heißt wie Ärger, des Jahres 2018 mit dem besinnlichen Song hinter sich und Stella Sommer würzt den Track mit der Heiterkeit, die eigentlich den Namen ihrer Band ausmacht.

Hört hier „A Mausi Christmas“ von den Mausis: