Der gehypte Produzent Ross From Friends hat mit „John Cage“ eine neue Single veröffentlicht, die anfangs eher als Herumalbern im Studio gedacht war. Das Endresultat lässt sich sehen und ist deswegen auch unser entspanntes Release der Woche. 

Vor ein paar Tagen gab es Sekt im Hause Friends. Der britische Produzent Ross From Friends ist nämlich das neuste Signing der Brainfeeder-Familie, bei der auch Acts wie Flying Lotus unter Vertrag stehen. Am 6. April erscheint seine erste „Aphelion EP“. Mit seiner Mischung aus Hip Hop, Italo-Disco und fettem 80’s Vibe ist der Producer und DJ schon länger hinter den Turntables Europas unterwegs und hat längst einige Releases auf dem Buckel. Seine Live-Sets sind fast immer sold out, was sicherlich nicht nur damit zu tun hat, dass einige Deppen noch immer glauben, dass tatsächlich Ross von der Serie Friends auftreten wird. 

Felix Clary Weatherall aka Ross From Friends kommentiert sein neues Signing wie folgt: Sie haben schon immer einen vorwärtsgewandten Sound vorangetrieben, der jedes Mal, wenn was Neues erscheint, meine volle Aufmerksamkeit hat. Ich habe diese vier Tracks sogar mit Brainfeeder im Hinterkopf produziert. Ich wollte die Musik erforschen, die ich in den letzten sieben Jahren als Ross From Friends entwickelt habe, während ich gleichzeitig auch in den explosiven Sound eingetaucht bin, für den man das Label bekannt ist.“

„John Cage“ ist die erste Single, die auf seinem neuen Label erscheint und sie könnte seine Experimentierfreude kaum besser zusammenfassen. Was man jetzt gut als Experiment verkaufen kann, war aber tratsächlich zu Beginn eher als Schnapsidee geplant. Ein albernes Hip Hop-Projekt sollte es werden, das Resultat ist jedoch großartig. Die Lo-Fi Hip Hop-Beats strahlen sanfte Gelassenheit aus, die von krächzenden Möwengeräuschen ergänzt werden. Der Song schreit nach britischer Küste, nach Softeis mit Flake, nach ’nem leckeren Pint mit anschließendem Fish&Chips vom Chippy. „John Cage“ ist in Zusammenarbeit mit ’nem Kumpel namens Guy entstanden, der ihn davor retten konnte zu obsessiv an den Song heranzugehen. „Wenn ich aber mit Guy arbeite, versuchen wir so viele Tracks wie möglich in ein paar Stunden zu produzieren. Er ist es zum Beispiel, der im Intro die ruhigen Worte spricht, die ein Entspannungsmusik-Tape suggerieren sollen.“ Ein großes Dankeschön an Guy, der erst ermöglicht hat, dass wir diese Perle hören dürfen.