ACT // © SPIN Modelmanagement

Dieses Gesicht sollte man sich merken – Blaue Augen, Sommersprossen, markante Augenbrauen, verträumter Blick. Berit Heitmann stammt aus einer Kleinstadt in Nordrhein- Westfalen und erobert gerade die internationale Modewelt.

Eine Erfolgsgeschichte, wie sie im Bilderbuch steht. Die 18-Jährige nimmt an einem Modelcontest in einem Möbelhaus teil und gewinnt dabei den ersten Platz. Seitdem ist sie bei der Hamburger Modelagentur SPIN unter Vertrag und zieht große Labels in ihren Bann. Nur wenige Tage vor ihrem Mathe Abitur steht sie für eine Kampagne des Mailänder Modehauses Prada vor der Kamera und schafft damit den Durchbruch. Es folgen etliche Laufstegauftritte für Marken, wie Lanvin, Prada, Chloe und Stella McCartney.

Neben internationalen Größen, wie Gigi Hadid, läuft sie auf der letzten Fashion Week in Paris für Chanel. Eine der begehrtesten Shows unter Models.

Mit uns spricht sie über ihren Auftritt bei Chanel, ihre Reisen nach Paris und ihren Musikgeschmack.

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Von Bad Salzuflen auf die großen Laufstege dieser Welt. Das Modeln hat dich ja jetzt schon in einige große Metropolen geführt. Wo hast du dich am wohlsten gefühlt?

Jedes Mal wenn ich nach Paris komme, fühle ich mich total zu Hause. Es dauert meistens keine 2 Tage bis ich einen Rhythmus gefunden habe und die Stadt genießen kann. Außerdem ist alles dort gut zu Fuß erreichbar, was mich zum einen an meine kleine Hometown erinnert und zum anderen bedeutet, dass ich immer mal einen kleinen Museumsbesuch einschieben kann!

In Paris bist du für Chanel gelaufen. Das ist der große Traum von ganz vielen Models und ein Meilenstein in der Karriere. Was ging dir durch den Kopf, als du den Laufsteg betreten hast?

Ich war total heiß drauf zu laufen, hatte aber Bammel die doch recht anspruchsvolle Laufroute zu vergessen, die wir kurz vorher einstudiert hatten. Mein Orientierungssinn ist nämlich ungünstigerweise nicht der beste.

Ist Mode etwas, das dich auch privat begeistert?

Ja! Ich versuche grade mich von meinen Basics zu entfernen und mehr Statement Pieces hinzuzufügen. Die anderen Models sind dabei definitiv die größte Inspirationsquelle, blöd nur, dass ich auf so viele verschiedene Stilrichtungen Lust habe.

Die Kampagne für Prada hast du kurz vor deinem Mathe Abitur geshootet. Blieb da noch Zeit, um den Erfolg zu genießen?

Während der Abi-Phase war das ganze Thema total weit weg, weil ich auch noch gar nicht wusste wie die Kampagne aussehen, geschweige denn ankommen wird. Zum Glück hat sie meine Erwartungen übertroffen und mir viele Türen geöffnet, worüber ich mich immer noch wahnsinnig freue. Auf solche Erfolgsmomente arbeitet man ewig hin und dann sind sie meistens viel zu schnell vorbei, weshalb man den Moment eigentlich immer direkt genießen sollte.

Es wird oft eine genaue Vorstellung vom Beruf des Models vermittelt und auch gegenüber der Modebranche herrschen viele Vorurteile. Was hat dich am meisten überrascht?

Dass eigentlich keines dieser Vorurteile stimmt.

Was würdest du anderen jungen Mädchen raten, die den Traum haben, Model zu werden?

Erstmal sollte man seinen Abschluss/Abitur machen, dann kann man sich um eine gute Agentur bemühen. Dabei muss man immer auf sein Bauchgefühl hören und Oberflächliches ignorieren – „Bei wem fühle ich mich am wohlsten? Wem will ich meine Karriere anvertrauen?“. Außerdem sollte man das Wort „Erwartungen“ aus seinem Wortschatz streichen und lieber dem Prozess vertrauen.

The Postie schreibt vor allem über Musik und auch auf dem Laufsteg gibt Musik den Takt vor. Im Flugzeug dorthin bleibt aber auch Zeit für den eigenen Musikgeschmack. Was hörst du privat gerne?

In meiner Playlist findet man zur Zeit viel Post Malone, Travis Scott und Mac Miller. Mein Freund stellt mir in der Richtung immer die besten Tracks vor. Zur Abwechslung gibt’s aber auch mal 80s Rock, Billie Eilish oder Lena.
Abends beim kochen in den Apartments, greife ich aber immer auf den Podcast „Gemischtes Hack“ von Felix Lobrecht und Tommi Schmitt zurück – das ist meine tägliche Ration Deutsch, falls mal keine Energie fürs Telefonieren übrig ist.

Hier geht es zum Instagram-Account von Berit Heitmann.
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