Smerz // Presse

Exklusiv, exklusiv, exklusiv. Mit folgenden Adjektiven kann man die großen Namen der diesjährigen Edition des Melts beschreiben. The xx, Florence + The Machine und auch Fever Ray spielen nämlich vom 13.-15. Juli allesamt exklusive Shows in der deutschen Festivallandschaft. Neben den großen Namen darf man sich natürlich auch auf etliche Newcomer und renommierte Djs freuen. 

Superorganism

Als Superorganismus wird gelegentlich eine lebendige Gemeinschaft von mehreren, meist sehr vielen eigenständigen Individuen derselben Organismenart bezeichnet, die gemeinsame Fähigkeiten oder Eigenschaften entwickeln, die über die Fähigkeiten der Individuen der Gemeinschaft hinausgehen. Das behauptet jedenfalls Wikipedia. Tatsächlich besteht die erst im Januar gegründete Band aus acht unterschiedlichen Musikern, die aus den verschiedensten Teilen der Welt kommen. Eine ähnliche Konfusion besteht auch bei den Soundschnipseln, die manchmal sehr nach dem Nu-Wave der 00er Jahre klingen. Manchmal halt aber auch verspielt und very neu. 

Freitag, 17:30 – 18:15, Melt Stage

Palms Trax

Der in Berlin lebenden Jay Donaldson aka Palms Trax ist in den letzten Jahren eine Art Stammgast des Melt Festivals geworden. Im Dunstkreis der Dekmantel Soundsystem Crew vereint er den Sound der English Riviera mit der Musiker der Weltkontinenten. Immer wieder lässt der Afro-Funk in seinen britisch geprägten House-Stil mit einfließen. Damit kriegt er nicht nur die Electro-Nerds, sondern schafft es sogar den ein oder anderen Indie-Head auf die Tanzfläche zu ziehen. Wetten?

Samstag, 03:30 – 05:30, Forest Stage

 

Smerz

XL Recordings hat einen Fetisch für Sounds, die man nur schwer beschreiben kann. Womöglich nennt man diesen Fetisch in der Musikszene auch noch Innovation. Diese kommt in diesem Fall von Smerz aus Kopenhagen, die ein Spannungsfeld aus Pop und Electro aufbauen, das man so eher in Berlin vermuten würde. Die aus der norwegischen Hauptstadt Oslo stammenden Norwegerinnen Henriette Motzfeldt und Catharina Stoltenberg haben es mit einigen, raren Songs und einer EP mit dem vielsagenden Namen „Okay“ geschafft auf sich aufmerksam zu machen und man darf gespannt sein, wie sie ihre Coolness live übertragen werden. 

Samstag, 21:30 – 22:15, Superdry Sounds

Parcels

Zugegeben: ein Teil unseres Teams ist gerade sehr im „It’s Coming Home“-Fieber und jetzt spielen Parcels auch noch gleichzeitig zum WM-Finale. In normalen Fällen würde die Entscheidung immer pro Australia ausfallen. Da kommen die Funkster von Parcels nämlich eigentlich her. Mittlerweile leben die Musiker aber längst in Europa und fühlen sich auch in der französischen Stube bei Daft Punk mehr als heimisch. So wurde beispielsweise ihre Single „Overnight“ von dem Helmduo produziert. Der Song sprüht live mindestens genau so viel Down Under-Lebenslust aus wie der Rest des Sets der Band. Jetzt darf England es eben nur nicht bis ins Finale schaffen. 

Sonntag, 18:00 – 18:45, Melt Stage

Sevdaliza

Dass Musik befreiend und einengend zugleich sein kann, beweist Sevdaliza. Die in Teheran geborene und in den Niederlanden aufgewachsene Künstlerin schafft es mit ihrer dunklen Popmusik und haltungsstarken Texten eine enge Bindung zwischen dem Zuhörer und sich selbst zu schaffen. Ähnlich ausdrucksstark und richtungsweisend sind ihre Live-Shows, in denen sie sich als Gesamtkunstwerk präsentiert. 

Samstag, 23:45 – 00:45, Melt Selektor

Fatima Yamaha

Laien haben lange im Dunkeln getappt und hinter Fatima Yamaha eine Frau vermutet. Wir auch lel. Das zeigt aber auch, dass das Projekt von Bas Bron kein Gesicht braucht um eigenständig zu funktionieren. Der Sound ist minimalistisch, optimistisch und wird von entspannten Synthies geprägt. Gute Laune per Knopfdruck quasi. 

Sonntag, 21:00 – 21:15, Melt Selektor

Little Dragon

Zu Little Dragon wird auf den Tanzflächen der Bundesrepublik einfach zu wenig getanzt. Das ist nicht nur ein Fakt, sondern sollte auch schleunigst geändert werden. Denn kaum ein anderer Act schafft es derart mit Genres zu jonglieren, dass man schon mal das Gleichgewicht verlieren kann. Und wie bringt man sich am besten Körperhaltung und Körperspannung bei? Richtig, durch Tanzen. 

Sonntag, 20:45 – 21:15, Melt Selektor

Princess Nokia

Feministinnen-Rap ist in der Liga der Unwörter sicherlich auf einer Stufe mit Weltmusik oder Soundcloud-Trap. Die Performerin und Musikerin Princess Nokia lässt sich nicht in eine vorgefertigte, verstaubte Schublade packen. Sie spricht Probleme laut, gerne auch vorlaut an und hat mit dieser Strategie bereits zwei Alben namens „Metallic Butterfly“ und „Honeysuckle“ veröffentlicht. Im März gelang ihr dann mit ihrem ersten professionell produzierten Debütalbum „1992“ ein Meilenstein in der Kombination als Female Rap, Sould und Urban-Attitude. Halt doch mehr als nur Queer-Rap und Feministinnen-Rap, oder?

Sonntag, 22:30 – 23:30, Melt Selektor

Mavi Phoenix

„They know I’m an Aventura“ Spätestens mit folgender Line sollte der Welt bewusst geworden sein, dass Mavi Phoenix aus Österreich kein gewöhnlicher Pop-Export ist. Die Musikerin seilt sich irgendwo hinter den Alpen fernab von HC und Kurz zwischen Neo-R&B und HipHop ab und begräbt die Negativität mit viel Nonchalance und Auto-Tune. 

Samstag, 01:00 – 01:45, Superdry Sounds

Mount Kimbie

Mount Kimbie geben das wieder, was eine Weltmetropole wie London einem einimpft. Pluralität ist ein Begriff, der in dem aktuellen Zeitgeschehen als Luxusgut betrachtet werden sollte und genau dies versucht das Duo in seinem Sound zu verarbeiten. Die Minimal-Musiker vereinen die früher noch dümmlich verfeindeten Lager von Indie und Electro und könnten somit fast Markenbotschafter fürs Melt sein. 

Freitag, 21:00 – 22:00, Melt Selektor