Alinae Lumr 2017 // © Kathleen Pracht

Einmal im Jahr verwandelt sich ein Örtchen in der brandenburgischen Idylle in ein Kleinod für Musikliebhaber: Das alínæ lumr in Storkow lädt seine Besucher zum Urlaub auf dem Land ein. Vom 17. bis zum 19. August findet die vierte Ausgabe des kleinen Festivals statt.

Mitten in der Idylle Brandenburgs, eine gute Stunde von Berlin entfernt, liegt die Kleinstadt Storkow. Um die 9000 Menschen leben hier – am kommenden Wochenende kommen einige hundert dazu. Nicht nur, um gemeinsam Kultur zu erleben, sondern auch, um ein klares Zeichen für positiven Austausch und Willkommenskultur in der Region zu setzen.

Anders als bei anderen Festivals findet das kulturelle Programm beim alínæ lumr nicht auf einem abgegrenzten Festivalgelände statt, sondern im Herzen der Storkower Altstadt. Die Burg, der Marktplatz, die Altstadtkirche und versteckte Hinterhöfe verwandeln sich – herausgeputzt und geschmückt – in Konzertlocations und bieten den Besuchern einen Anreiz, die Kleinstadt zu erkunden. Auf einer kleinen Wiese nahe der Burg dürfen die Gäste ihre Zelte aufschlagen. Doch was sagen denn die Einwohner eigentlich dazu? Ganz einfach: Die feiern mit – selten ist in ihrer Heimat immerhin so viel los wie an diesem Augustwochenende. So wird Storkow an drei Tagen zu einem Ort des Zusammenkommens für Jung und Alt.

Auch 2018 ist der Hauptgrund für die Anreise vieler Festivalbesucher wohl das liebevoll ausgewählte Musikprogramm der Festivalmacher – das Line-Up setzt mit alten Bekannten und Neuentdeckungen die besten Voraussetzungen für ein musikalisches Wochenende. Mit Ilgen-Nur, Gisbert zu Knyphausen, Moritz Krämer, ÄTNA und Jan Roth sind in diesem Jahr vor allem viele Künstler aus der deutschen Musikszene vertreten. Das diesjährige Highlight: Nach ihrer Wiedervereinigung im Jahr 2014 und dem Release einer gleichnamigen Platte 2017 kommt auch die britische Band Slowdive für einen Auftritt ins beschauliche Storkow.

Neben einer Vielzahl von Konzerten hat das alínæ lumr allerdings noch einiges mehr zu bieten. Erhitzte Gemüter finden in freien Stunden zum Beispiel eine Abkühlung an der „Karlslust“, einer nahen Badestelle am Storkower See – nur 10 Minuten vom Zeltplatz entfernt. Von Liegewiese bis Pommes finden Wasserratten hier alles, was das Herz begehrt. Wenn dann noch Zeit bleibt, bietet das alínæ lumr eine Hand voll verschiedener Workshops und Rundgänge an: Interessierte können unter anderem mit dem Storkower Förster durch den Wald spazieren, sich in der Kunst des Korbflechtens üben, die Ausstellung „Cover Vinyl“ besuchen oder mit dem Nachtwächter durch die Abendstunden ziehen.

Kurz gesagt: Das alínæ lumr ist eine Auszeit vom Alltagstrubel, ein Kurzurlaub auf dem Land und ein Wochenendausflug mit Freunden. Spätzünder und Kurzentschlossene finden hier noch ein Ticket für das liebenswerte Festival. Wir legen Euch einen Besuch wärmstens ans Herz!

 

Foto links: Sören Schaller, Foto rechts: Kathleen Pracht