Unsere Lieblingsacts auf dem Maifeld Derby 2017 (Part II. mit Yannick)

Als dieses Jahr nach und nach die Gäste des diesjährigen Maifeld Derby in Mannheim bestätigt wurden, ist uns regelmäßig das Gehirn vor Endorphin übergelaufen. Wir stellen euch die Acts vor, auf die wir uns persönlich am meisten freuen!

Am kommenden Freitag ist es finally soweit und das siebte Maifeld Derby auf dem Maimarkt Gelände in Mannheim ist für drei Tage lang musikalisch der vielleicht interessanteste Ort Deutschlands. Unsere Autoren haben natürlich Bands und Musiker, auf die sie sich besonders freuen, weswegen wir uns hier die Zeit (apropos, hier der Timetable) nehmen, um die individuellen Favoriten einzeln vorzustellen.

FLUT

Kein Album am Start aber Touren wie die Großen. Das haben sich FLUT aus Österreich für diesen Sommer wohl groß vorgenommen und so treten sie auch beim diesjährigen Maifeld Derby auf. Songs wie „Linz bei Nacht“ oder „Die Sterne“ lassen vergangene Tage wieder aufleben in denen Nena mit nassgeschwitzter Achselbehaarung im Fernsehen zu sehen war und Hubert Kah noch nicht ausschließlich im Trash TV aufgetreten ist. FLUT schaffen ihren ganz eigenen Flashback zurück aus den 80ern und so kann man sich durchaus auf ein wenig Retromania freuen.

Bilderbuch

Bilderbuch sind ein weiteres Stück der Sachertorte, die sich das Maifeld dieses Jahr hat zusammenbasteln lassen. Groß vorstellen muss man die freshen Dudes auf Wien eigentlich nicht mehr. Vielmehr kann man in feinster Tanten-Gedächtnissprache erstaunt sagen: „Ihr seid aber groß geworden wa?“ Die Band füllt mittlerweile Hallen und kann die Sonnencreme stecken lassen, da sie mittlerweile die großen Headline Slots bespielen dürfen. Das neue Album „MAGIC LIFE“ ist eins der gelungensten deutschsprachigen Leistungen dieses Jahres und so dürfen wir gespannt sein wo sich Monica aus „Baba“ denn in der Crowd verstecken wird.

Parcels

Parcels sind fünf schlaksige Australier, die für ihre Musikkarriere nach Berlin gezogen sind und mittlerweile die Abwesenheit des britischen Duos Jungle perfekt kompensieren. Ihr Sound ist sehr tropical, hat große funky Elemente und ist insgesamt wie ein sommerlicher Cocktail, der trotzdem auf jeder Indie Party zwischen Bier und Rotz gut ankommt. Auch was den Style angeht sprechen Parcels mit ihren weißen Hosen und ihren Hawaiihemden eine sehr hawaiianische Sprache und bieten dem Maifeld Derby alles, was ein gemütlicher Abend mit ein paar Tanzeinlagen zu bieten hat. Die Band hat mit Singles wie „Myenemy“, „Older“ oder „Herefore“ den ersten Schritt gemacht und steht in den Startlöchern das nächste, richtig fette Ding zu werden. Aloha!

Acid Arab

Den Slot nach Moderat zu haben, wäre für viele Acts wohl der absolute Albtraum. Nach einem derartigen Abriss hätten es viele Bands schwer auch nur im Ansatz mithalten zu können. Da kommt es ziemlich gelegen, dass das französische Duo namens Acid Arab dies produktionstechnisch gar nicht bewerkstelligen möchte, sondern einen anderen Weg geht. Mit arabischen Klängen und Electronica sind sie zusammen mit Omar Souleyman Pioniere ihre Szene und auf jeden Fall was für die ganzen Boiler Room Kids, die jetzt denken, dass Weltmusik auf einmal der einzige Shit zu sein hat. PS: Wer die Lyrics mitsingen kann, kriegt ein Bier von uns aufs Haus!

Inner Tongue

Zu Inner Tongue fallen uns gleich mehrere Superlativen ein. Seit dem ersten Tag des Projektes steht die komplette Redaktion von The Postie hinter der Musik des Österreichers. Die unverwechselbare Melancholie wird live zu einer ungeahnten Stärke und so ist die außergewöhnliche Stimme des Musikers zu keinem Zeitpunkt irgendein Hindernis, sondern vielmehr ein Alleinstellungsmerkmal, das schon die ein oder andere Crowd rumgekriegt hat. Die genaue Story hinter diesem Phänomen hat uns Inner Tongue bereits vor zwei Jahren auf dem Maifeld Derby erzählt. Auf ein Neues.

J. Bernardt

J. Bernardt kennen viele von euch ohne zu wissen, dass sie ihn kennen. Der belgische Musiker ist nämlich, wenn er nicht gerade Solo unterwegs ist, der Frontmann der Band Balthazar aus Gent. Mit diesem Fakt muss man sich eigentlich kaum noch über das Talent und das Können des Musikers streiten. Mit „Wicked Streets“ beweist er, dass er Radiosongs schreiben kann, die nie die Absicht hatten in dem Medium zu landen. Sein Sound wandelt irgendwo zwischen Chet Faker, The xx und Tausendundeinenacht. Ich vermute stark, dass es eins der Highlights des Festivals werden könnte.

Primal Scream

L.E.G.E.N.D.S. Es ist mir schwer gefallen jemanden aus der Auswahl von Wild Beasts, Temples und Primal Scream auszusuchen, die Entscheidung fiel dann schlussendlich doch auf Primal Scream. Die Band vereint eigentlich alles was Kasabian zu seiner heutigen Größe verholfen hat, nur mit dem Unterschied, dass Primal Scream dies alles bereits in den 90ern produziert haben. Außerdem werden Serge Pizzorno und Tom Meighan nie das Level des Hemdenstyles von Bobby Gillespie nur annähernd erreichen können. Danke für dieses Booking Maifeld Derby!