Bitte, wer? (Nils Frahm, Warpaint)

Nils Frahm

© Michal O’Neal

Komponisten (neo-)klassischer Musik sind im Indie-Bewusstsein nicht so rar, wie man meinen mag. Chilly Gonzales, Nico Muhly, Ólafur Arnalds, der omnipräsente Owen Pallett – bei ihnen allen steht das „komponieren“ vor dem „musizieren“. Nimmt man dazu noch Konvertiten wie Sufjan Stevens, Jonny Greenwood und Bryce Dessner, kommt so einiges an zeitgenössischer Klassik zusammen. Auch Nils Frahm passt in diese Reihe. Mit einem Arsenal an akustischen und elektronischen Tasteninstrumenten – er hat sich sogar ein besonderes Klavier mit einer statt drei Saiten bauen lassen – bringt er Minimalismus und Ambient ohne Loops auf die Bühne. Am Wochenende spielt er in seiner alten Heimat an der Alster. Dem Live-Album „Spaces“ nach zu urteilen, dürfen wir uns auf intime sechzig Minuten einstellen. (Sonntag, Vorschot, 19:30-20:30)

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Warpaint

© Jason Todd Cooper

Ich habe mir vergangene Woche mal wieder „The Fool“ angehört und komme nach vier Jahren immer noch nicht drauf klar, wie genial dieses Album ist. Warpaint verbinden schwarz-weiße Post-Punk-Gitarren mit ätherischem Gesang und einem unglaublich lebendigen Schlagzeugspiel. „The Fool“ ist Favorit für das Album des Jahrzehnts (vergebt mir die Hyperbel), und der Nachfolger „Warpaint“ ist auch nicht schlecht. Diese Atmosphäre, die komplette Beherrschung der Instrumente, und nochmal: dieses majestätische Drumming! Und das Beste: Live klappt das auch. Aber seht für euch selbst… (Samstag, Großschot, 19:50-20:50)

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Fichon

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