Left Hand Island // © Luise Risch

Left Hand Island sind George Raquet (COMA) und Wolfgang Paris (Golf). Mit „Pluto“ veröffentlichen sie ihre erste gemeinsame EP, die absolut dancy ist. 

„Left Hand Island streicheln mit ihrer Debüt EP sanft Ohren und Hüften.“ Mit diesen Worten leiten die beiden Musiker ihr gemeinsames Projekt ein. Knapp fünf Jahre vergingen bis sich die Idee von Left Hand Island verfestigte und schlussendlich wurde die EP dann innerhalb von drei Wochen dingfest gemacht. Davor war das Studio vielmehr ein Ort des Austausches: ein Ort an dem man zusammen die Liebe für Pain au Chocolat ausleben konnte, sich über Musikprojekte austauscht und zusammen Kaffee trinken konnte.

Die Reise von Wolfgang Paris nach Australien beschleunigte den musikalischen Prozess und resultierte in der EP „Pluto“, die den musikalischen Horizont der beiden Künstler wiedergibt. Mutig greifen sie in die Trickkiste der modernen Verzerrer aka Autotune und singen im Duett über Themen wie Wärme oder Neuanfang. Schüchtern, wie die netten Jungs hinten an der Bar, die nicht zu cool zum Tanzen, sondern vielmehr zu introvertiert dazu sind, umarmen sie mit ihrem Sound, der ein Händereichen ist. Die Songs „In My Arms“ oder „A little Swim“ sind nämlich sommerlich poppige Nummern, die an Funkiness nicht mehr zu überbieten sind. „Pluto“ hebt sich ein wenig von den beiden anderen Nummern ab und wird von der instrumentalen Komponente dominiert. Die Lyrics schmücken den Song lediglich aus und schaffen eine Stimmung, die Geheimnisvolles mit Bewährtem vermischt.

© Luise Risch

Vielleicht ist es Kölsches Understatement oder einfach nur die Klarheit in den Songs, die die knapp 13 Minuten Hörlänge derart angenehm gestalten. Der Sound auf „Pluto“ ist dafür gemacht sich in warmen Gedanken zu verlieren, kann aber genau so gut der Appetizer eines angenehmen Wochenendes sein. Musikalisch schwirren George Raquet und Wolfgang Paris irgendwo zwischen ihren jeweiligen Bands COMA und Golf herum, wagen aber auch immer wieder den Blick in Richtung Metronomy oder in RnB-nahe Sphären. Die britische Zurückhaltung und Höflichkeit Joseph Mounts wird hier mit kölscher Lebenslust ergänzt.

 
 
 
© Luise Risch