Allie hat mit uns über sein Babyface gesprochen und für uns die Musik seiner Freunde sprechen lassen (+Interview)

Allie // © Steven Lüdtke
Allie // © Steven Lüdtke

Wenn ich jemals wieder wie zu Schulzeiten dem Freitag entgegenfiebere weiß ich jedenfalls, dass irgendwas schief läuft.

Wir haben Allie vor einiger Zeit ein paar Fragen gestellt und ihn gebeten uns eine kleine Liste zusammenzustellen. Herausgekommen ist eine vielfältige Liste, die viele Songs seiner Freunde enthält, aber irgendwie auch das Schaffen des Musikers ganz gut verdeutlicht. Manche bezeichnen seinen Sound als Indie-Pop andere oft selbsternannte Experten ordnen ihm dem Hip-Hop zu. Man merkt also schnell, dass viele mit dem Chameleonsound des Musikers überfordert sind und es dann lieber gleich sein lassen. Dabei bietet Allie nicht nur auf Platte, sondern auch live mehrere Facetten, die Bock machen in die Tiefen seiner Musik einzutauchen. Momentan tourt der Künstler mit SEA+AIR durch Deutschland.
Hey! Danke, dass dir Zeit für The Postie nimmst. Ein großer Teil der Tour ist ja bereits um. Wie läufts bisher? Und gibt’s irgendwelche Besonderheiten, die du während der Auftritte festgestellt hast?

Läuft ganz gut! Besonderheiten, mhh…es ist in erster Linie interessant zu sehen, was an Technik so alles kaputt gehen kann. Muss irgendwie ständig zu Saturn ranfahren. Ansonsten ist es wie gewohnt, dass jeder Auftritt und jede Stadt völlig Unerwartetes bereit hält.

Die nächste Frage ist eine perfekte Überleitung und gleichzeitig auch ein Interviewklassiker: Was sind für dich die Unterschiede zwischen der Bühne und dem Studio?

Eigentlich ist die einzige Gemeinsamkeit der Zweck, die Musik zu verbreiten. Ansonsten hat es für mich nicht viel miteinander zu tun. Die Live-Performances ändern sich ständig, es ist ein bisschen Trial & Error. Denn wenn was beim Proben funktioniert heißt das noch lange nicht, dass es auch beim Auftritt schockt. Im Studio legt man sich auf eine Version fest und muss dann für immer damit leben.

Obwohl du ja ein ziemlich junger Kerl bist, hast du bereits ein paar Alben rausgehauen? Woher nimmst du diese schier unerschöpfliche Motivation und Inspiration?

Ich bin eigentlich garnicht so jung, hab nur so ein Babyface. Und sowohl Inspiration als auch Motivation sind alles andere als unerschöpflich, die sind zum richtigen Zeitpunkt da oder halt nicht. Bisher hatte ich Glück…

Du bist ein Musiker, der viel verschiedenen Kanälen herumprobiert und experimentiert. Jetzt boomt aber auf einmal wieder die alt ehrwürdige Schallplatte. Wie stehst du dazu?

Ist der Boom nicht schon wieder vorbei? Ich bin Fan der CD und hatte jedenfalls noch nie einen Plattenspieler, bin also eher jemand der Vinyl daher kennt, dass ich sie als Teil meines Merchs zu Auftritten schleppen muss. Deshalb sehen ich und mein Rücken das ganze eher kritisch. Obwohl ich die Faszination eines übergroßen Artworks schon verstehen kann.

Nach dieser fast schon philosophischen Frage, gibt’s als Abschluss noch eine weitaus gechilltere, die wir jedem Künstler stellen. Wie sieht dein perfekter Freitagabend aus?

Wie jeder perfekte Abend: im Lotto gewinnen, Dr. Dre high-fiven und dann schnell zum Soundcheck in die Columbiahalle. Oder meinst du wegen Wochenende? Ich würd da glaub ich machen was ich immer mache, Freunde treffen oder Musik machen oder Filme gucken oder Kartentricks üben oder so. Wenn ich jemals wieder wie zu Schulzeiten dem Freitag entgegenfiebere weiß ich jedenfalls, dass irgendwas schief läuft.

Das Video zur Single „This Is How I Go“ gibt’s hier:

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit Allies Playlist mit dem klangvollen Namen: Best of music made by awesome friends.

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